Georg Bosold
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Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

Gaia und die Schöpfung

Gaia (auch Gaea), die Erde, ist die Allmutter, Urgottheit und Göttin der Erde. Entstanden war Gaia war aus dem Chaos, das ganz am Anfang der Dinge geherrscht hatte. Unter ihr liegt der Tartaros.

Der Tartaros ist der tiefste Abgrund der Erde. Er soll so tief unter der Erde liegen wie die Entfernung von der Erde zum Himmel beträgt. Auch als finsterster Bereich der Unterwelt wird er angesehen.

Ebenfalls dem Chaos entstiegen waren Eros (Liebesbegierde) sowie Nyx (Nacht) und Erebos (Finsternis).

Gaia gebar aus sich Uranos, Pontos und die Gebirge.

Uranos (röm. Uranus, Himmel) ist der Ahnherr des griechischen Göttergeschlechtes und wurde Gemahl von Gaia. Seine Kinder mit Gaia sind die Kyklopen, Hekatoncheiren und Titanen. Die Kyklopen und Hekatoncheiren, nach anderer Darstellung nur die Kyklopen, haßte er und verbarg sie in der Erde beziehungsweise im Tartaros. Gaia veranlaßte deshalb den Sohn Kronos, einen der Titanen, gegen Uranos mit einer Sichel vorzugehen, wobei Uranos entmannt wurde. Aus den dabei auf die Erde fallenden Blutstropfen gebar Gaia die Erinyen, Giganten und Eschennymphen. Weil aus Uranos' Blut entstanden, können auch diese als seine Kinder mit Gaia angesehen werden.
Von Uranos' Nachkommen haben die Titanen die größte Bedeutung, denn von ihnen stammen mehrere Gottheiten, auch die späteren olympischen Götter ab.

Pontos (Meer) hatte auch Nachkommen mit Gaia. Unter ihnen sind Meeresgottheiten.

Auch mit Tartaros verband sich Gaia. Der Sohn von Gaia und Tartaros war das riesige Ungeheuer Typhon, unter dessen Kindern wieder Ungeheuer waren.

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