Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

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Gaia und die Schöpfung

Gaia (Gaea), "die Erde", ist die Allmutter, Urgottheit oder Göttin der Erde. Unter ihr liegt als tiefster Teil der Tartaros.
Gaia war dem Chaos entstiegen, das ganz am Anfang geherrscht hatte. Aus dem Chaos entstanden auch Nyx ("Nacht") und Erebos ("Finsternis"). Beide gebaren Aither (Äther, "Himmel") und Hemera ("Tag").

Gaia gebar aus sich Uranos, Pontos und die Gebirge.

Uranos (Uranus), der "Himmel", ist der Ahnherr des griechischen Göttergeschlechtes und wurde Gemahlin von Gaia. Seine Kinder mit Gaia, die Kyklopen, Hekatoncheiren und Titanen, haßte er und verbarg sie in der Erde. Gaia veranlaßte deshalb den Sohn Kronos, einen der Titanen, Uranos zu verstümmeln. Aus den dabei auf die Erde fallenden Blutstropfen gebar Gaia die Erinyen, Giganten und Eschennymphen.
Von Uranos' Nachkommen haben die Titanen die größte Bedeutung, denn von ihnen stammen auch die späteren olympischen Götter ab.

Pontos, "das Meer", zeugte mit Gaia Nereus, Phorkys und Keto.

Von Tartaros gebar Gaia das Ungeheuer Typhon.