Aphrodite von Milos  
 G. Bosold

 Götter und Sagengestalten der griechischen Mythologie

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Opferung der Iphigenie

Die Griechen wollten nach dem Scheitern der Verhandlungen in See stechen. Da jedoch der zum obersten Befehlshaber benannte Bruder des Menelaos, Agamemnon von Mykene, gerade eine der Artemis heilige Hirschkuh ("Hindin") erlegt hatte, strafte die Göttin die Griechen mit Windstille und verhinderte so die Abfahrt. Um sie zu versöhnen, sollte Agamemnon seine Tochter Iphigenie opfern. Erst nach schweren inneren Kämpfen gabe Agamemnon die Einwilligung.
Iphigenie wurde unter dem Vorwand, sie mit Achill vermählen zu wollen, nach Aulis gelockt. Der Betrug war bald aufgedeckt. Iphigenie ging aber mutig auf das Opfer zu.
Bei der Opferhandlung wurde jedoch Iphigenie von Artemis selbst entrückt und zur Insel Tauris entführt. Anstelle von Iphigenie legte Artemis eine Hirschkuh auf die Opferstätte. Nach dem Opfer kam Wind auf, und die Griechen konnten in See stechen.

Auf Tauris wurde Iphigenie Priesterin der Artemis mit der allerdings zweifelhaften Aufgabe, alle ankommenden Fremden der Göttin zu opfern.